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Förderung der Integrationsarbeit

Wir freuen uns über die Förderung, die wir von der ESS EKD für kleinere Maßnahmen im Bereich unserer Integrationsarbeit erhalten haben. Es handelt sich dabei um drei verschiedene Projekte:

 

1. Radtour durch Nordhorn:

Die Schülerinnen und Schüler haben im Laufe des letzten Jahres einen Kurs besucht, um das Radfahren zu erlernen. Nun wollten sie mit dieser neu gewonnenen Mobilität gerne die Stadt besser kennenlernen und mehr über die geschichtlichen Hintergründe ihrer neuen Heimat erfahren. Dazu trafen sich ca. 10 Schülerinnen und Schüler und die pädagogische Mitarbeiterin an einem Sonntag und besuchten zunächst ein Museum über die Textilgeschichte der Stadt Nordhorn, in dem man sogar Originalkleidung der 70er Jahre anprobieren konnte und einen kurzen informativen Film zur Geschichte sehen konnte. Danach wurden eine evangelische und eine katholische Kirche besucht, zu denen jeweils ein von den Schülerinnen und Schülern vorbereitetes Referat vorgestellt wurde. In der katholischen Kirche haben sie an einem Taufgottesdienst teilnehmen dürfen, was ein besonderes Highlight darstellte und für die überwiegend muslimischen Teilnehmer/innen eine ganz neue Erfahrung darstellte. Zum Abschluss des Tages haben sich die Schüler und Schülerinnen den Stadtpark angeschaut und sind dann zum Ausklang in ein Café in der Innenstadt eingekehrt, um sich wieder zu stärken.

 

2. Fortbildung der pädagogischen Mitarbeiterin an der Wilhelmsuniversität in Münster

Es wurde für den Zeitraum eines halben Jahres von der Wilhelmsuniversität in Münster ein Seminar mit dem Namen „DaZ-Schule“ angeboten, das sich an bereits unterrichtende Lehrkräfte von zugewanderten SuS richtete, um die Lehrkräfte sowohl inhaltlich als auch psychologisch zu schulen. Methodische und didaktische Inhalte standen im Vordergrund, aber auch der Umgang mit traumatisierten Jugendlichen, die Vorstellung neuer Lehrwerke, Organisatorisches auf Landesebene und entsprechende Ansprechpartner, Unterrichtsvorbereitungen und Ausarbeitungen fanden ausreichend Zeit zur Vertiefung und zum kollegialen Austausch. Die Fortbildung schloss mit einer Prüfung und einer ausführlichen Hausarbeit ab. Zur Vorbereitung auf jede einzelne Unterrichtseinheit wurde jeweils im Vorfeld Literatur verschickt, zur Nachbereitung wurden Inhalte im universitätsinternen „Lernweb“ hochgeladen. Besonders interessant waren der persönliche kollegiale Austausch und die ganz unterschiedlichen Erfahrungen sowohl positiver als auch negativer Gestalt. Das Seminar war eine große Bereicherung für meine Arbeit.

 

3. Der Tag der offenen Tür des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn

Nachfolgend lesen Sie einen Schülerbericht der Schülerin Tsoleer Artin:

Tag der offenen Tür am Evangelischen Gymnasium Nordhorn

Am Samstag, den 24.11.18 öffnete das Evangelische Gymnasium Nordhorn von 10-14 Uhr seine Türen für die Eltern und zukünftigen Schüler und Schülerinnen und alle anderen Interessierten. Frau Dr. Obst, die Schulleiterin, eröffnet diesen Tag in der Mensa. Viele Viertklässler/innen sind mit ihren Eltern der Einladung gefolgt und haben einen Einblick in den Unterricht wie auch das vielfältige Angebot des EGNs bekommen. Für diesen Vormittag haben sich engagierte Mitglieder der Schulgemeinschaft, Schüler/innen, Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen wie jedes Jahr viel einfallen lassen, um den Viertklässlern, ihren Eltern und Großeltern und allen anderen Besuchern zu zeigen, was das Evangelische Gymnasium alles bietet.

In den verschiedenen Räumen gaben die Lehrkräfte und Schüler/innen Auskunft und stellten zahlreiche Materialien und Unterrichtsergebnisse vor.

In Kleingruppen fanden stündlich Führungen durch die Schule statt, die ebenfalls von Schüler/innen durchgeführt wurden, so dass keine Fragen offen blieben und auch verstecke Ecken der Schule erkundet werden konnten. Die Verantwortlichen der einzelnen Fächer und Angebote des EGN hatten sich wieder sehr viel Mühe bei der Vorbereitung des Tages der offenen Tür gegeben, so dass unsere Schule auf vielfältige Weise präsentiert wurde. Die Kinder konnten beispielsweise in den einzelnen Fachräumen Musikinstrumente ausprobieren, sich sportlich betätigen, knifflige geschichtliche Fragen lösen, verschiedene Sprachen kennenlernen, einem Probeunterricht beiwohnen, in Physik und Chemie Experimente durchführen oder sich durch kulinarische Köstlichkeiten stärken.

Aber was war für uns das Besondere?

Seit zwei Jahren nehmen wir, die zugewanderten Schüler/innen aus Syrien, aktiv an der Gestaltung des Tages teil. Wir haben uns zusammen mit Frau Gerhardt, der pädagogischen Mitarbeiterin, für diesen Tag engagiert. Im Vorfeld haben wir uns privat getroffen, um zu besprechen, was wir in diesem Jahr gestalten möchten. Wir haben Aufgaben verteilt und jeder hat alleine oder in Kleingruppen angefangen, sein Projekt fertigzustellen. Im Vorfeld haben wir Plakate gestaltet, die Bilder und Texte über Syrien enthielten. Zudem haben wir gekocht und gebacken. Am Tag der offenen Tür waren wir acht Schüler/innen aus verschiedenen Jahrgangsstufen in einem Raum und wir alle haben den Besuchern die syrische Kultur und unsere Heimat anhand unserer Ausarbeitungen näher gebracht.

Jeder von uns hat auch etwas zu Essen gemacht. Es gab Falafel, Salate, Nachspeisen, gefüllte Weinblätter und diverse Getränke. Eine Schülerin hat zum Beispiel auch gezeigt, wie ein Kopftuch gebunden wird.

Diese angenehme Atmosphäre regte zum Austausch mit den Eltern und Schüler/innen an, die unseren Raum besucht haben, aber ebenso kamen Lehrer und Lehrerinnen und Eltern des Schulelternbeirates, die das Gespräch mit uns suchten.

Unsere Aufgabe war es dann, den Besuchern mit Hilfe unserer erstellten Plakate unser Heimatland näher zu bringen und Fragen zu beantworten. Auf der anderen Seite konnten die Besucher/innen unser Essen probieren und Tee und Kaffee trinken und sich ein bisschen verwöhnen lassen.

Im Schulhaus war für vier Stunden eine angenehm rege Stimmung. Überall und aus allen Räumen waren Stimmen, Musik und Lachen zu hören. Die Besucher konnten sich einen vielfältigen Überblick über das Angebot verschaffen und auch Schüler, Eltern und Lehrer des EGN kennenlernen.

Wir freuen uns schon darauf, die neuen Fünftklässler/innen im kommenden Sommer an unserer Schule willkommen heißen zu können.

Vielen Dank an die vielen Besucher/innen und alle, die mitgeholfen haben, dass dieser Tag sehr erfolgreich verlaufen ist.

 

Tsoleer Artin, Klasse 11 des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn

 

Evang. Gymnasium Nordhorn

 
 
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