Cookie Control

Diese Seite nutzt Cookies...

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Das Schulgebäude eine Woche in der Hand der Kinder

Kinderspielstadt bedeutet für uns mehr als nur „Kinder spielen Stadt.“ Sie bedeutet für uns, dass wir Grundschulkindern ermöglichen, sich auf einen Weg des Entdeckens, Erfahrens und Ausprobierens zu begeben, und dabei Antworten zu finden auf: Wie funktioniert unsere Gesellschaft? Wie entstehen Gesetze? Warum gehen meine Eltern arbeiten? Wo bleibt das Geld, das wir ausgeben? Wie kann man sich in diese Gesellschaft einbringen?

 

Eine Woche ist das Schulgebäude in ihrer Hand. Mehrere Monate vorher haben sie bereits alles dafür vorbereitet. Bereits zu Beginn des Schuljahres trifft sich eine Vorbereitungsgruppe aus Kindern, die mit Unterstützung eines Erwachsenen notwendige Vorbereitungen trifft, Sponsoren sucht, Kontakt mit dem Oberbürgermeister zwecks Schirmherrschaft aufnimmt und die Wahl bzw. den Wahlkampf für die Wahl eines eigenen Kinderbürgermeisters vorbereitet.

 

Alle Kinder der Grundschule haben die Möglichkeit sich als BürgermeiserIn aufstellen und wählen zu lassen. Sie präsentieren ihre Ziele auf Werbeplakaten und bei einer Werbeveranstaltung. Die Wahl erfolgt dann in geheimer Wahl mit Hilfe originaler Wahlkabinen und –urnen. Nach der Wahl übernehmen die Bürgermeister die Verantwortung. Sie bereiten Vorschläge für die Kinderspielstadt-Regeln vor, rufen zur Auswahl von Betrieben auf, planen die Woche mit den Pädagogen und nehmen dazu auch an Dienstberatungen der Schule teil. Geld wird produziert (es gibt eine eigene Währung), ein Arbeitsmarkt wird organisiert und erforderliches Material herangeschafft.

 

Ebenso wie als Bürgermeister können die Kinder sich auch als Chef eines Betriebes mit ihren Ideen und Vorschlägen bewerben. Nach Festlegung der Chefs durch die Bürgermeister besuchen diese dann Firmen in Radebeul und Umgebung, um praktische Erfahrungen in den entsprechenden Bereichen zu sammeln. So waren z.B. die Chefs des Kaufhauses einen Tag bei einem Kooperationspartner im Einzelhandel und konnten dort vom Wareneingang, über Präsentation und Kasse jeden Bereich ausprobieren. Die Chefs der Spielstadt-Bank wiederum besuchten in der letzten Spielstadt die örtliche Sparkasse und kamen mit vielen Ideen zur Filialgestaltung und der Feststellung, dass es in Klein-Radebeul Kontoführungsgebühren geben muss, wieder zurück.

 

Am Freitag vor der Kinderspielstadtwoche bereiten die Kinder dann ihre Stadt vor. Räume werden aus-, um- und eingeräumt, Plakate gedruckt, Werbeflyer erstellt, Regale aufgebaut, Liegestühle für die Wellnessoase herangeschafft, …

 

Die Kinderspielstadt wird dann jeden Tag von den Bürgermeistern eröffnet, bevor jedes Kind sich seine Arbeitsstelle sucht, Geld verdient oder ausgibt und sich so eine „Stadt in Klein“ entwickeln kann. Wichtig ist uns dabei, dass es für jeden Betrieb Pädagogen (oder externe Fachleute) als Berater gibt, die aber nur aktiv werden, wenn die Chefs der einzelnen Betriebe konkret Hilfe erbitten. Ansonsten sind die Bürgermeister angehalten Probleme zu sehen, Beschwerden anzunehmen und nach entsprechenden Lösungen zu suchen.

 

Zu unserer Stadt gehörten in den letzten Jahren neben Rathaus und Arbeitsamt, das sich um die Verteilung der Arbeitsstellen und um die Lohnabrechnungen kümmert, auch folgende Betriebe:

     

  • ein Restaurant mit eigener Küche, in der die Kinder selbst für ihre Mitschüler und Gäste kochen und backen
  • eine Bank, bei der jeder ein Konto führen kann
  • eine Wellnessoase zum Entspannen
  • ein eigenes Kaufhaus, das die in den Betrieben erstellten Produkte verkauft
  • eine Kreativwerkstatt
  • eine Schokoladenmanufaktur
  • eine Gärtnerei
  • eine Schneiderei
  • ein Kino, eine Disko und
  • in jedem Jahr eine eigene Pressestelle.

 

Zur Kinderspielstadt ist dann auch die Öffentlichkeit Radebeuls eingeladen.

 

Den Abschluss des Tages bildet die Andacht im Kirchenzelt und eine Verabschiedung durch die Bürgermeister. In der letzten Kinderspielstadt haben die Kinder durchgesetzt, dass die Kollekte, die die Kinder während der Andacht mit ihren erarbeiteten Radis erbrachten, vom Schulverein in Euro umgetauscht wurde, und dieses Geld dem von uns unterstützten Schulprojekt in Dacia (Rumänien) gespendet wurde. So konnte dort der Aufbau eines Schulgartens ermöglicht werden.

Evangelische Grundschule Radebeul

 
© 2015
Evangelische Schulstiftung in der EKD
Herrenhäuser Straße 12
30419 Hannover
Telefon: 0511 2796-355
 

powered by Typo3 und Zehn5