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Flüchtlings-Kinder an der privaten evangelischen Lukas-Schule in München

Die Lukas-Grundschule konnte im 2. Schulhalbjahr 2015 die Beschulung von Kindern mit Flüchtlingshintergrund starten. Die vier Mädchen und sechs Jungen stammen aus Syrien und Somalia. Ihre Familien kamen 2015 nach München. Hinter ihnen liegen - soweit wir das wissen - dramatische Schicksale. Es ist verwunderlich und gleichzeitig erfreulich, dass man die Kinder weitgehend unbeschwert und ausgelassen im Pausenhof den Kontakt zu den anderen Lukas-Schülern genießen sieht. Die Aufnahme unter den Kindern der Lukas-Schule ist sehr freundlich. Zwei Ehrenamtliche chauffieren die neuen Schüler jeden Tag mit dem privaten Pkw vom Norden Münchens in die im Süden Münchens gelegene Haderunstraße und wieder zurück.

 

Sowohl die Eltern als auch die Kinder sind froh und dankbar über das Angebot der Lukas-Schule. Die Lukas-Grundschule hat ein besonderes pädagogisches Konzept umgesetzt:

Die Schüler und Schülerinnen sind an drei Tagen die Woche in acht verschiedenen regulären Klassen integriert, an zwei Tagen die Woche erhalten sie jahrgangsstufen­übergreifend Deutschunterricht. Für diesen wurde die Lehrkraft Frau Pfeifle eigens angestellt. Der jahrgangsstufenübergreifende Förder-Unterrichts hat zum Ziel, eine Lernkultur zu entwickeln, welche die vorhandene Heterogenität im Bereich der Leistungen positiv für den individuellen Prozess nutzt.

 

Eine Freude von Anfang an

Bereits in den Ferien vor Schulstart im September 2015 begann der Deutschunterricht für elf Flüchtlingskinder – mit hohem Engagement der Lehrkraft und der ehrenamtlichen Helfer. Vier Mädchen und Jungen wurden auf die erste Jahrgangsstufe einer bayerischen Schule vorbereitet: Mit Stift, Schere und Papier, aber auch mit Gruppenspielen im Freien und Lege- und Brettspielen genossenen die Kinder ausgelassene Stunden in den letzten Zügen der Sommerferien. Die Gruppe der Dritt- und Viertklässler versuchten sich im Lesen und Schreiben und im Erzählen von Geschichten.

Noch mit geringen Deutschkenntnissen, doch gestärktem Mut traten die vier Mädchen und sechs Jungen in das neue Schuljahr 2015/2016 ein. Ein weiter Weg stand bevor: Ein Junge, der nun in die vierte Klasse kam, musste erst noch die lateinische Schrift lernen, während ein anderer mit der Aussprache deutscher Laute noch Schwierigkeiten hatte. Die Herausforderung an die Lehrkraft war die individuelle Förderung der Einzelnen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen und verschiedenen Alphabetisierungsgraden. Es erklärten sich ehrenamtlich Helfer aus dem schulischen Umfeld der Lukasschule bereit einzelne Kinder gesondert zu fördern.

 

Ziel ist es, die Flüchtlingskinder möglichst sanft und schnell in den Schulalltag und in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei spielt auch der enge Kontakt zwischen Schule, d.h. Lehrkräften und Elternhäusern eine große Rolle. Sehr gerne nahmen sowohl die Eltern als auch die Kinder an der morgendlichen Andacht in der Lukas-Schule teil, in welcher die Schüler unter anderem ausgelassene Bewegungslieder lernen. Bei einem Ausflug in den Wohnstift Augustinum bereicherten sie eine Seniorenandacht mit dem Vortrag der Lieder.

 

Die Integration in den Schulalltag erfolgt über die Teilnahme am Regelschulunterricht, mit zusätzlichem, individuell zugeschnittenem DaZ-Förderunterricht. Im Förderunterricht wird der reguläre HSU- und Mathematik-Stoff semantisch altersgerecht aufbereitet. So konnten die Schülerinnen und Schüler im aktuellen Schuljahr 2016/2017 die Themen im Regelunterricht immer besser verstehen. Zum Abschluss des Schuljahres wird angestrebt, dass die Flüchtlingskinder bereits teilweise die Proben ihrer Regelklassen mitschreiben können.

 

So konnten bereits drei Schüler vollständig in die Mittelschule entlassen werden. Sie haben den Wunsch, ab der 7.Klasse in den weiterführenden M-Zug zu wechseln.

 

Auch im Offenen Ganztag, der Betreuung am Nachmittag tauchen die Kinder weiter in die deutsche Sprache ein. Nicht nur die Erledigung der Hausaufgaben wird individuell betreut – des Weiteren verbringen die Flüchtlings-Schüler darin einen Teil ihrer Freizeit mit deutschsprachigen Kindern.

 

 

Evang. Lukas-Schule München

 
© 2015
Evangelische Schulstiftung in der EKD
Herrenhäuser Straße 12
30419 Hannover
Telefon: 0511 2796-355
 

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