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Die Arbeit mit schulpflichtigen Flüchtlingskindern als ganzheitlicher Ansatz

Im pädagogischen Leitbild des evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg heißt es: „Jeder Mensch [ist] (...) ein einzigartiger Gedanke Gottes. Dabei achten wir jeden Menschen als Ebenbild Gottes in seiner Einzigartigkeit, in seiner Würde und in seiner Religiosität. Für uns konkretisiert sich das christliche Menschenbild in der inklusiven Verwirklichung der Verschiedenheit und der individuellen Förderung, gemäß der vorbehaltlosen Zuwendung Gottes zu allen Menschen.“

Weil dieses Bekenntnis zum christlichen Glauben nicht nur auf dem Papier stehen soll, war es der Schule im September 2015 ein Bedürfnis, Flüchtlinge willkommen zu heißen und aufzunehmen – und ein umfassendes Integrationskonzept auszuarbeiten.

Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz, der schulpflichtige Flüchtlingskinder ab 10 Jahren, deren Eltern sowie junge erwachsene Flüchtlinge einschließt, verfolgt.

 

Die Arbeit mit schulpflichtigen Flüchtlingskindern, der Schwerpunkt der Arbeit, erfolgt in drei Phasen:

     

    1. Unmittelbar nach der Zuweisung durch die Kommune durchläuft jedes Kind ein ausgewähltes Testverfahren zur Erstellung eines Stärkenprofiles.

     

    2. Nach der Erstellung des Stärkenprofils werden die Kinder in eine geeignete Regeklasse am Evangelischen Gymnasium oder in der Realschule plus eingeschult. In beiden Einrichtungen erhalten sie im Sinne einer äußeren Differenzierung in verschiedenen Lerngruppen spezifischen Deutschunterricht („Deutsch als Fremdsprache“) im Umfang von mindestens fünf Wochenstunden.

     

    3. Eine darüber hinausgehende Förderung beim Erlernen der deutschen Sprache erfolgt je nach Bedarf innerhalb der Regelklasse im Sinne einer inneren Differenzierung.

 

Die Integration in die Schulgemeinschaft wird entscheidend vorangebracht durch ein Ganztagskonzept, das neben einem breiten AG-Angebot vor allem auch viel Zeit füreinander bietet. Jeder Flüchtling am Evangelischen Gymnasium bekommt zwei Tutoren zur Seite gestellt, die ihn im Schulalltag begleiten.

 

Durch diese Arbeit hat die Schule erfahren, „… dass auch die Eltern „unserer“ Flüchtlinge Unterstützung brauchen, um sich im Schul- und im Bildungssystem unseres Landes orientieren zu können“. Aus diesem Grund ist beabsichtigt, ab dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2016/17 für die Eltern der Flüchtlingskinder am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg bzw. im Schulzentrum Bad Marienberg einen Elternintegrationskurs durchzuführen.

Ferner ist zeitgleich, sozusagen als Bindeglied zwischen der Arbeit mit schulpflichtigen Flüchtlingskindern und ihren Eltern, die Durchführung eines regelmäßigen Jugendintegrationskurses geplant. Die Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 18-27 Jahren, die eine qualifizierte Ausbildung oder ein duales Studium in der Region anstreben.

Lehrerinnen und Lehrer, so meint das Gymnasium, sind gute Experten, wenn es darum geht, das deutsche Schulsystem sowie den Schulalltag und das Bildungssystem in unserem Land zu vermitteln.

Derzeit werden zehn schulpflichtige Flüchtlingskinder aus den Ländern Syrien (7), Afghanistan (1), Albanien (1) und Armenien (1) nach diesem Konzept betreut.

 

Ansprechpartner: Moritz Zöller

Evang. Gymnaisum Bad Marienberg

 
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Herrenhäuser Straße 12
30419 Hannover
Telefon: 0511 2796-355
 

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